Unser erstes Ziel ist erreicht. Nach 1.806 Seemeilen quer durch das Mittelmeer liegt die Tasman jetzt in Cartagena, von wo wir im Dezember zu unserer großen Reise starten.

Die letzte lange Etappe von Griechenland auf die Balearen hat unser Freund Sascha mit seiner Crew gemeistert. DANKE euch, für die Hilfe bei der Überführung!! Jetzt muss unser Boot nur noch etwas weiter nach Süden und vor allem in eine bezahlbare Marina am Festland.

Die Überfahrt von Portocolom auf Mallorca nach Cartagena mit Zwischenstop in Ibiza haben wir warm eingepackt in unsere Daunenjacken, mit zwei Nachtfahrten gemacht. Für uns ein erster guter Test, wie wir uns zu zweit die Wachen einteilen. Resultat: Beide etwas übermüdet. Vielleicht lag es auch daran, dass wir mit einem Nachtflug den Trip gestartet haben und schon platt in Malle angekommen sind.

Die erste Nacht hatten wir durchgehend Welle von der Seite oder von vorne, an Schlafen war also kaum zu denken. Dafür hatten wir aber Halbwind und sind richtig schnell unterwegs gewesen.

Auf Ibiza haben wir einen Zwangsstop einlegen müssen, um auf passenden Wind nach Süden zu warten. Eingeparkt zwischen Nobelyachten konnten wir uns ausschlafen für die nächste Etappe. Die Schönen und Reichen haben wir dadurch natürlich verpasst. Aber von unserem Liegeplatz hatten wir einen großartigen Blick auf die Festung, und einen kurzen Trip in die Altstadt haben wir dann doch noch geschafft. (Falls jemand ein geschmackloses teures Plastikmotorboot sucht, hier liegen ganz viele rum….)

Von Ibiza nach Cartagena ging es dann ziemlich relaxed, nachdem in der Nacht der Wind drehte und dann auch irgendwann die Wellen von hinten kamen. Schön chilliges Segeln.

Von hier aus sind es nur noch etwa 250 Seemeilen bis zum Atlantik. Der Gedanke daran läßt uns beide weiche Knie bekommen, … und übers ganze Gesicht grinsen. Jetzt ist alles so greifbar – Atlantik wir kommen.


Unser Ursprüngliches Ziel für diesen Sommer, die Kanaren, haben wir in der Zeit nicht geschafft. Das macht aber nichts. Dafür konnten wir dieses Jahr auf unseren Törns viel an der Tasman fixen und uns mit ihr vertraut machen. Lediglich das Rückwärts fahren mit unserem Langkieler bleibt noch ein Mysterium. Trotzdem wir haben keine Delle reingefahren, außer dass unsere Anlegemanöver für spannendes Hafenkino gesorgt haben.

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